Handyverbot an Schulen – Wie ist die Rechtslage

Handyverbot an Schulen

Es gibt oft Meinungsverschiedenheiten zwischen Lehrern, Schülern und Eltern über das Verbot von Mobiltelefonen in Schulen. Viele Schulen legen klare Regeln für die Nutzung von Mobiltelefonen fest, manchmal sind Mobiltelefone sogar komplett verboten. Aber wie stark sind die Schulen, die den Gebrauch von Mobiltelefonen in ihrer Schulordnung regeln?

Die Rechtslage zum Handyverbot an Schulen

Wie sieht die Rechtslage zum Handyverbot an der Schule aus? Nur in Bayern schreibt das Schulgesetz vor, dass Mobiltelefone generell auf dem gesamten Schulgelände abgeschaltet werden müssen.

Der Art. 56 Abs. 5 BayEUG lautet:

Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände sind Mobilfunktelefone und sonstige digitale Speichermedien, die nicht zu Unterrichtszwecken verwendet werden, auszuschalten. Die unterrichtende oder die außerhalb des Unterrichts Aufsicht führende Lehrkraft kann Ausnahmen gestatten. Bei Zuwiderhandlung kann ein Mobilfunktelefon oder ein sonstiges digitales Speichermedium vorübergehend einbehalten werden. Quelle: https://www.km.bayern.de/eltern/was-tun-bei/rechte-und-pflichten.html

Ein generelles Verbot konnte mit den Aufgaben der Schule nicht gerechtfertigt werden, da ein abgeschaltetes Handy in der Tasche den Unterricht nicht stört. Schulen sollten den Schülern nicht verbieten, ihr Handy mitzubringen. Aber viele Eltern wünschen sich immer noch, dass ihre Kinder mit dem Handy erreichbar sind. Das Verbot von Mobiltelefonen in Schulen ist eine Frage der Schulordnung und des Schulrechts. Dies wiederum ist von Staat zu Staat unterschiedlich.

Daher gilt:
Es kann somit jede Schule innerhalb des anwendbaren Rechts in ihrem Bundesland bestimmen, wie sie die Mobiltelefonnutzung gestalten will.

Die Handynutzung kann per Schulordnung begrenzt werden

Die Schulordnung regelt die Nutzung von Mobiltelefonen und ist für Schüler und Lehrer verbindlich. Es kann auch dazu verwendet werden, die Nutzung von Mobiltelefonen in Pausen oder auf einzelnen Bereichen des Schulgebäudes zu regeln. Umgekehrt bedeutet dies, dass die Regelungen je nach Schule sehr unterschiedlich ausfallen können.

Aber was fast überall gilt: Die Benutzung von Mobiltelefonen während einer Klassenarbeit kann als Täuschungsversuch angesehen werden. Dementsprechend muss der Student in diesem Fall mit einer Bewertung der Arbeit als unzureichend rechnen.

Lehrer kann Handy im Unterricht verbieten

Der Lehrer kann grundsätzlich verlangen, dass Mobiltelefone im Klassenzimmer ausgeschaltet bleiben. Wenn ein Schüler sein Handy illegal im Unterricht benutzt, kann der Lehrer es zurückhalten. Er muss sie jedoch der betreffenden Person oder deren Eltern rechtzeitig übergeben und darf sie aus Datenschutzgründen nicht durchsuchen.

Selbst wenn der Lehrer kriminelle Inhalte vermutet, muss er das Handy der Polizei oder den Eltern zur Überprüfung übergeben.

Pro und Contra

Welche Pro und Contra gibt es für das Handyverbot an Schulen? Hier haben wir die Vorteile und Nachteile einmal zusammengefasst.

Die Vorteile:

  • Der Schüler kann in der Klausur nicht schummeln
  • Handys können den Unterricht nicht mehr stören
  • Handy wird nicht mehr als Statussymbol benutzt
  • Es wird unter Schülern mehr kommuniziert

Die Nachteile:

  • Eltern können ihre Kinder erst nach Unterricht erreichen
  • Belastung der Lehrer steigt
  • Verbot ist nicht realistisch

Weitere Pro und Contras hat die Seite argumentia.de zusammengestellt.